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Himmelsscheibe von Nebra

Himmelsscheibe von Nebra

Die Himmelsscheibe von Nebra – ein Jahrhundertfund der Archäologie

Es gibt nur wenige archäologische Exponate, die bei Museen so gefragt sind wie die Himmelsscheibe von Nebra. Kopenhagen, Wien, Basel, Berlin – in diesen Städten war sie als Herzstück verschiedener Ausstellungen bislang schon zu sehen, und auch in London wird die rund 3.600 Jahre alte Bronzescheibe nun bald zu bestaunen sein. Denn sie ist ein Besuchermagnet, auch im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Saale), wo die weltweit älteste konkrete Himmelsdarstellung seit 2008 „beheimatet“ ist und in einer Dauerausstellung präsentiert wird. Im Juni 2013 wurde die Himmelsscheibe von Nebra durch die UNESCO in das Register des Weltdokumentenerbes, dem Memory of the World, aufgenommen. Dieses Register umfasst Dokumente, die das kollektive Gedächtnis verschiedener Völker repräsentieren.

Aber was genau ist auf der Himmelsscheibe dargestellt? Warum ist die Himmelsscheibe ein Jahrhundertfund der Archäologie? Und was steckt eigentlich hinter dem „Krimi“ rund um die Entdeckung der Himmelsscheibe? Antworten auf diese und andere Fragen bekommt man im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle, aber auch im Besucherzentrum Arche Nebra, am Fundort der Himmelsscheibe. Hier wird die Geschichte rund um die archäologische Kostbarkeit lebendig. Zum Beispiel erfährt man auch, dass die Scheibe den Bronzezeit-Menschen dazu diente, die Jahreszeiten zu berechnen und damit auch den Zeitpunkt von Aussaat und Ernte.

Neben der Dauerpräsentation zeigt die Arche Nebra regelmäßig Sonderpräsentationen und bietet ein weit gefächertes Veranstaltungsprogramm an, das von klassischen Vortragsveranstaltungen und museumspädagogischen Programmen bis hin zu gut besuchten Events wie dem „Himmelswegelauf“ und Konzerten reicht. Herzstück der Arche Nebra ist das Planetarium, in dem eine 22-minütige Show kleinen und großen Besuchern das astronomische Wissen, das auf der Himmelsscheibe verschlüsselt ist, begreifbar gemacht wird. Und wer noch mehr wissen möchte, sollte sich auf die touristische Erlebnisroute „Himmelswege“ begeben. Zu den insgesamt fünf Himmelswege-Orten gehören auch die Arche Nebra und das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle.

Auf ein Highlight können sich Astronomie- und Geschichts-Interessierte schon heute freuen: Vom 4. Juni 2021 bis zum 9. Januar 2022 zeigt das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle die große Landesausstellung „Die Welt der Himmelsscheibe von Nebra – Neue Horizonte“. Präsentiert werden die Ergebnisse der Forschungen rund um die Himmelsscheibe der vergangenen 20 Jahre, in einer einzigartigen Verknüpfung von Naturwissenschaft, Archäologie, Gesellschaftstheorie und Kunst. Neue Funde und Befunde aus Sachsen-Anhalt werden durch hochrangige Objekte von über 50 Leihgebern aus dem In- und Ausland ergänzt und in Szene gesetzt. Präsentiert wird ein vielschichtiges Bild der Welt, in der die Himmelsscheibe geschaffen wurde, einer Epoche, die uns näher ist, als wir bislang ahnten. Die Sonderausstellung lässt die frühe Bronzezeit lebendig werden und lädt ein zu einer Reise in das Reich der Himmelsscheibe.

Kooperationspartner der Ausstellung ist das British Museum London. Die Schirmherrschaft hat der Bundespräsident, Dr. Frank-Walter Steinmeier, übernommen.


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