Gartenreich Dessau-Wörlitz

Landschaft von Welt

Die sieben Parkanlagen in und um Dessau-Roßlau sind eine einmalige Kulturlandschaft. Dieses Gartenreich ist von der UNESCO mit der Auszeichnung „Erbe der Menschheit“ geadelt worden. Strahlende Schlösser, Gärten wie gemalt, blühende Wiesen, rauschende Wälder, duftende Blumen, Deiche, Seen und Flüsse laden ein zu Spaziergängen, Wanderungen, Radtouren, zu Gondel- und Fährfahrten! Der unvergleichliche Johann Wolfgang von Goethe brachte sein Wörlitz-Erlebnis auf den Punkt: „Hier ists jetzt unendlich schön“, schrieb er tief bewegt an Charlotte von Stein.

Erkunden Sie diese faszinierende Landschaft voller Kultur und Kunst zwischen der Bauhausstadt Dessau und der Lutherstadt Wittenberg. Entdecken Sie den Einklang von Landschaft, Gartenkultur, Architektur und Bildender Kunst. Staunen Sie über den innovativen Reichtum vergangener, stolzer und schwieriger Zeiten.

Der geniale Erfinder des Gartenreiches war Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau. Nach blutigen Schlachten im Siebenjährigen Krieg quittierte der junge Fürst den Militärdienst und wurde „Regierungschef“ in Dessau. Wie im 18. Jahrhundert üblich, entdeckte er die Welt auf einer Grand Tour. Inspiriert von diesen Reisen nach Italien, Holland und England hatte er seinen Plan gemacht: Sein Fürstentum sollte ein reformiertes modernes Staatswesen werden. Durch eine klug durchdachte „Landesverschönerung“ entstand das Gartenreich - nützlich und schön. Zum ersten Mal auf dem europäischen Kontinent entstand in Wörlitz ein Landschaftspark, wie man ihn bisher nur in England kannte. Damals modernes Denken und bis heute ein Besuchermagnet.

 

    Schloss Wörlitz – Prototyp der deutschen Klassik

    Schloss Wörlitz, stolzes Landhaus im englischen Stil, ist der Gründungsbau des deutschen Klassizismus, realisiert nach Entwürfen des großen Architekten Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff. Es enthält bis heute die originale Inneneinrichtung vom Ende des 18. Jahrhunderts und beherbergt kostbare Sammlungen z.B. antiker Plastiken, Gemälde und Gefäße der berühmten Wedgwood-Manufaktur. Hier ist der Einfluss der Kunsttheorien von Johann Joachim Winckelmann, der den Fürsten in Italien sehr beeindruckt hatte, am deutlichsten zu spüren. Besonders sehenswert sind die „chinesischen“ Räume. Ein Muss: die Gondelfahrt durch die Wörlitzer Anlagen mit der Insel Stein und dem Gotischen Haus als Blickfang.

      Oranienbaum – Ein kleines Stück Holland in Anhalt

      Oranienbaum ist ein in Deutschland seltenes Beispiel für eine weitgehend niederländisch geprägte Barockanlage. Henriette Catharina, Fürstin von Anhalt-Dessau und geborene Prinzessin von Oranien-Nassau hatte hier ihren Sommersitz ausgewählt und ihm den Namen Oranienbaum verliehen. Im Schloss sind die Räume mit Delfter Porzellanfliesen und originalen Ledertapeten ein Augenschmaus. Im Park mit barocken Spuren lockt ein chinoiser Garten mit Pagode und Teehaus.

      Luisium – Das Refugium für die Fürstin

      Der klassizistische Landsitz der Fürstin Louise von Anhalt-Dessau gilt als das Meisterwerk Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorffs. Heute erscheint es als die idyllischste der zwischen Dessau und Wörlitz gelegenen Anlagen. Die kleinen Räume und Kabinette des bezaubernden Landhauses mit ihren feinen Stuckdekorationen und Wandgemälden sind weitgehend original ausgestattet.

      Großkühnau – Ein Weinberg in der Elbaue

      Das Schloss war 1780 für den Prinzen Albert von Anhalt-Dessau, dem Bruder des Fürsten Franz, fertig gestellt worden. Seit Januar 1998 ist das inzwischen restaurierte Schloss das Domizil der Hauptverwaltung der Kulturstiftung Dessau Wörlitz. Die heute zum Teil wieder restaurierten Partien mit den Obstanlagen und dem Weinberg lassen den originären Charakter des Gartens erkennen. Ein wichtiger point de vue der Anlage ist das auf einem Hügel gelegene, von Carlo Ignazio Pozzi von 1818–1820 erbaute Weinberg-Schlösschen - ein klassizistisches Bauwerk mit italienisierenden Formen.

          Mosigkau – Perle des Rokoko

          Das Rokoko-Schloss Mosigkau wurde für die Prinzessin Anna Wilhelmine von Anhalt-Dessau als Sommerresidenz erbaut. Das heute liebevoll als das kleine Sanssouci bezeichnete Haus kann zwar nicht mit der Glanzentfaltung des Potsdamer Vorbildes konkurrieren, von seinem ländlichen Charme und seiner Anmut geht allerdings ein unvergleichlicher Reiz aus. Einmalig in Deutschland ist die typisch barocke lückenlose Hängung bedeutender Gemälde hauptsächlich flämischer und holländischer Meister.

          Georgium – Der Dessauer Landschaftsgarten

          Der Georgengarten ist neben den Wörlitzer Anlagen der kunsthistorisch bedeutendste Landschaftspark englischen Stils im Gartenreich Dessau-Wörlitz. Er wurde von Prinz Johann Georg, dem jüngeren Bruder des Fürsten Franz geschaffen und nach ihm benannt. Besuchermagnet im Park: die Anhaltische Gemäldegalerie im Schloss Georgium, die im Frühjahr 2021 wieder eröffnet werden soll.

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